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Susan Neiman: Nennen wir es böse

Vortrag, Lesung & Gespräch
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Buchvorstellung & Gespräch mit Susan Neiman, Berlin | Im Rahmen der Reihe "On the Ropes: Midterms in America"

Nicht selten scheint die schärfste Waffe gegen die grassierende Skrupellosigkeit unserer Zeit: ein einziges, unverblümtes Wort. Meisterdenkerin Susan Neiman – einst gefeierte Philosophin in Yale und Tel Aviv und bis 2026 Leiterin des Einstein Forums – hat lange genug zugesehen, wie sich Machtmissbrauch und Geldgier bloß als Resultate „schwieriger Zeiten“ tarnen. In ihrem bahnbrechenden Buch über den Moralbegriff der Trump-Ära, „Nennen wir es böse“, räumt sie in bekannter Deutlichkeit auf: Denn wer politisches Fehlverhalten nicht benennt, macht sich an seiner Normalisierung mitschuldig. Mit dem kühlen Kopf der Kant-Schülerin und dem Furor einer, die genug hat, seziert Neiman, wie Demokratien verlernt haben, sich über das offenkundig Böse in der Gesellschaft zu empören – und so erst recht sturmreif für den Radikalismus geworden sind.

In Kooperation mit dem Englischen Seminar der Universität Freiburg, Freiburg-Madison-Gesellschaft & Landeszentrale für politische Bildung

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