Ma-Donna

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„Time goes by so slowly for those who wait“, beklagt Madonna in ihrem Hit „Hung Up“. Untätig warten oder schlimmer – sich Zeit für sich selbst nehmen, ist auch für die namenlose Protagonistin das Fegefeuer: Die betrogene Ehegattin, gescheiterte Mutter, Arbeits- und Spielsüchtige sowie mutmaßlich gewalttätige Depressive kreist im Angesicht einer Heerschar von Therapeuten im schwindelerregenden Tempo um sich selbst. Sie hinterfragt provokant und humorvoll das Frau- und Mutter-Sein und formuliert ein Glaubensbekenntnis: Gepriesen seist du, postmoderne Ma-Donna! Camilla Dania, gebürtige Italienerin, Schauspielerin und ehemalige Regieassistentin am Theater Freiburg, hinterfragt in ihrem Regie- und Dramatikerinnen-Debüt das widersprüchliche und problematische Frauenbild ihres Heimatlandes: In Italien herrschen noch immer erstaunlich starre Geschlechterrollen und Klischees vor, Frau-Sein bewegt sich im Spannungsfeld von ‚Heilige oder Hure‘. Dania schreibt vor diesem Hintergrund eine vielschichtige und vielgesichtige Frauenfigur, die keine Rolle, kein Bild, keine Erwartung erfüllt, die scheitert, aneckt, abstößt und händeringend nach einem Vorbild sucht: Nach einer Madonna für die Unangepassten, Unangenehmen, Ausrangierten, für die, die in keine Schublade passen und aus der Rolle fallen.

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