Love Western
Im Jahr 2033 ist Theater in den USA Pflicht. Im Ohio Theater in Columbus führt das Ensemble den Band Queer aus der Enzyklopädie der Werte über dem Gesetz auf. Ziel der Aufführung ist es, an die Ereignisse in Dayton am 16. Mai 2028 zu erinnern, die eine nationale Widerstandsbewegung auslösten und zu einem politischen Umbruch führten. An diesem historisch bedeutsamen Tag hätten Emily, eine cis lesbische Frau, und Costar, eine trans lesbische Frau, in Begleitung ihrer chosen family – ihrer Wahlfamilie – heiraten sollen. Doch genau an diesem Tag entscheidet der Supreme Court von Ohio, die gleichgeschlechtliche Ehe für illegal zu erklären. Der Standesbeamte weigert sich, Emilys und Costars Ehe zu vollziehen. Das Ensemble erzählt anhand der Berichte des Paares und ihrer Freund*innen von queerer Liebe, vom Widerstand gegen dieses Gesetz und von der nationalen revolutionären Bewegung, die daraus entstand. Doch innerhalb des Ensembles herrscht Uneinigkeit: Einige fühlen sich wie ausführende Organe des Staates ohne künstlerische Freiheit, während andere die Pflichtaufführung als Chance sehen, die Botschaft einem breiten Publikum zu vermitteln. Dienen sie dem Staat oder der Freiheit? Das Ensemble beginnt, gegen das staatlich vorgegebene Skript zu rebellieren. Mit Revolverpose, Staub und Showdown kapern sie das offizielle Narrativ – und erfinden Amerikas Gründungsmythos neu: als queeren Western.
Veranstaltungsort
Anreise
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