Woyzeck, © Laura Nickel
Woyzeck, © Tobias Semmelmann
Woyzeck, © Laura Nickel
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Woyzeck, © Laura Nickel
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Woyzeck, © Laura Nickel
Woyzeck, © Laura Nickel
Woyzeck, © Laura Nickel
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Woyzeck, © Laura Nickel
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Woyzeck, © Laura Nickel

Woyzeck

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Aus Eifersucht tötet Woyzeck seine Geliebte Marie. Inspiriert durch einen echten Mordfall aus dem Jahr 1821 erstellt der 23-jährige Mediziner Georg Büchner in seinem bildgewaltigen Dramenfragment ein vielschichtiges Täterprofil: Woyzeck, Berufssoldat und wissenschaftliches Versuchskaninchen, ausgegrenzt, gedemütigt und betrogen durch sein soziales Umfeld, hört plötzlich eine Stimme im Kopf: „Stich! Stich!“ Dunkel und zugleich poetisch, diskutiert Büchners berühmtester Text bis heute aktuelle Fragen: Unter welchen Bedingungen entsteht Gewalt? Sind wir frei oder werden wir fremdbestimmt? Die serbische Regisseurin Bojana Lazić nimmt diese Fragen ernst und untersucht den Nährboden, in dem heute Gewalt gedeiht: In Familie, Beruf und sozialem Umfeld. Doch Lazić erzählt das Drama aus einer feministischen Perspektive heraus: Ihr Woyzeck ist weiblich. Zerrissen zwischen verschiedenen Jobs, der Mutterrolle und Beziehung, kämpft Woyzeck in einer patriarchalen kapitalistischen Welt um ihre Eigenständigkeit. Doch wie endet das Büchner’sche Drama heute? Tötet ein weiblicher Woyzeck am Ende seinen Geliebten aus Eifersucht? Gibt es einen Unterschied zwischen männlicher und weiblicher Gewalt?

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